Beitrag vom 26 April 2009 15:31
Klappe die zweite. Auch der Art Cirectors Club (ADC) für Deutschland hat gerade wieder seinen Wettbewerb beendet und die Werbesieger gekührt. Mit zwei goldenen (in den Kategorien Ganzheitliche/Innovative Kommunikation und Verkaufsförderung), sechs silbernen und vier bronzenen Nägeln klarer Obernagler: die Agentur Heimat aus Berlin mit dem Haus der Vorstellung für Hornbach. Baumärkte beweisen ja immer wieder ein gutes Händchen für Werbung (außer vielleicht Obi im Fernsehen), wie z.B. die virale Kampagne für Toom oder der schon zitierte Obi-Hammerwerfer gezeigt haben.
Für den diesjährigen ADC-Abräumer hat Heimat auf der Kampagne vom Herbst 2008 aufgesetzt (zu sehen auf der Agentur-Homepage), die unter dem Motto »Du kannst es Dir vorstellen, also kannst Du es auch bauen« stand. Die Kreativen haben dafür in Berlin Mitte ein leerstehendes Haus kurz vor seiner Sanierung gekapert und darin zwölf sogenannte »Räume der Vorstellung« von internationalen Künstlern gestalten lassen. Installations- und Performancekünstler, Duft- und Klangforscher, Wissenschaftler, Stylisten, Designer, Architekten und Musiker. Ganz nach dem Gedanken des oben genannten Mottos »Du kannst es Dir vorstellen, also kannst Du es auch bauen«. Das Haus war auch zu besichtigen bevor es wieder geschlossen wurde, Eindrücke davon sind aber noch auf der Homepage zum Haus zu finden, auf der Hornbach nochmal selbst den Sinn und Zweck des ganzen erklärt:
Mit der »Torstraße 166 – Das Haus der Vorstellung« hat Hornbach ein Projekt ins Leben gerufen, das die Vorstellungskraft der Menschen anregen soll. So zeigen in 12 Wohnungen internationale Künstler, was jenseits der standardisierten 3-Zimmer-Küche-Bad-Wohnkultur möglich ist.
Die Aktion bringt natürlich prima Publicity. Vielleicht wird sie auch noch weiter ausgeschlachtet werden, warum auch nicht, bisher findet sich bei youtube aber erst ein Beitrag dazu.
Nicht wirklich mithalten kann da die Kampagne, die Scholz & Friends für die Steakhaus-Kette Maredo erstellt und die tatsächlich auch ein silbernes Nägelchen erhalten hat. Da sieht man ein Poster, darauf ein gegrilltes Stück Fleisch mit der Aufschrift »Wenn man Tiere nicht essen soll warum sind sie dann aus Fleisch?«. Abgesehen davon dass das so aufregend nun auch wieder nicht ist (wie schon von Spießer Alfons bemängelt) in der Tat erstaunlich: in diesem Satz fehlt ein Komma (nach »soll«) und den silbernen Nagel gab es in der Kategorie »Text«.








