Beitrag vom 25 Januar 2010 19:53

Unentdecktes Killerspiel

Ich bin ja fast ein bisschen enttäuscht, dass die einschlägigen Medien noch nicht das außerordentlich spaßige iPhone Spiel Gunman (iTunes-Link) entdeckt haben. Das Spiel erfüllt eigentlich alle Kriterien für einen hübschen Aufreger. Und so funktioniert’s: Beliebig viele Spieler laden die Anwendung herunter und verbinden sich über das WLAN. Danach werden Teams gebildet und das geht über Farben und Augmented Reality. Die Teamfarbe muss der tatsächlichen Farbe der Leibchen der Spieler entsprechen, sonst funktioniert es nicht. Auf dem Bildschirm sieht man nach dem Start nämlich das Live-Bild der Kamera, um ein Fadenkreuz erweitert. Ein Tip auf den Bildschirm löst den Schuss aus und über die Farbe des anvisierten Hemdchens erkennt das Programm den Treffer. Durch die bekannte Geste lässt sich das Bild auch zoomen, was einen ganz coolen Zusatzeffekt liefert. Alles in allem durchaus unterhaltsam – ich habe es vor zwei Wochen mit ein paar Freunden ausprobiert – bloß ist wohl eine Schutzhülle für das iPhone angebracht, nicht dass es im Eifer des Gefechts …

Zum Abschluss und besseren Verständnis hier noch das offizielle Video:

Michael Völker
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Beitrag vom 8 Dezember 2009 07:13

Zeitschrift der Zukunft?

eReader

Wenn wir momentan an eReader und eBooks denken, fällt uns in der Regel Hardware von Amazon (Kindle) oder Sony (Ebook) ein, die statische Inhalte in S/W auf den Bildschirm bringen und das Auge nur durch reinen Text reizen. Für Bücher mag das passend erscheinen, bei Magazinen und Tageszeitungen sieht das aber etwas anders aus. Hier wird mehr Interaktion mit dem Leser verlangt. Aber vielleicht ist das Printmedium gar nicht mehr so weit von seiner nächsten (digitalen) Revolution entfernt, denn viele Gerüchte ranken sich momentan um einen neuen eReader, der schon 2010 den Versuch starten könnte Magazine in neu gestalteter Form auf ein tragbares Display zu bringen. Und wenn sich die Gerüchte bewahrheiten, bringt die Hardware gleich millionenfach zahlungswillige Kundschaft für die »Printinhalte« mit sich.

Die Rede ist von einem Tablet-Rechner von Apple, der allerdings schon seit einiger Zeit herbeiorakelt wird. Wie auch damals beim iPhone, weiß man, dass ein solches Gerät in der Entwicklung ist, aber nicht in welche Richtung es Apple in den Markt drückt und wann es erscheinen wird. Und letztendlich ist es auch nicht allzu wichtig, ob das Gerät von Apple oder einem anderen Hersteller kommt. Wichtiger wäre eher, dass sich die Kundschaft auf ein Gerät einigen möchte und darauf das Konzept funktioniert gute Inhalte gegen einen fairen Preis einzutauschen. Damit der Kunde auf sein Papier verzichtet, muss der Download also einmal mehr einen Mehrwert bieten, um zum selben Preis wie das gedruckte Gegenstück über die Ladentheke zu wandern. Es reicht nicht aus, einfach nur ein PDF im Vollbildmodus auf einen Bildschirm zu legen und zu hoffen, dass die zahlende Kundschaft den Wert und die Vorzüge von Papier vergisst.

Wie das Aufpeppen der Inhalte funktionieren könnte – und auch wie ein Tablet-Rechner von Apple aussehen könnte – zeigt Time Inc. mit der Zeitschrift »Sports Illustrated«. Hier entstand eine Konzeptstudie einer digitalen Zeitschrift mit Mehrwert, zu dem unter anderem Animationen, Interaktion, Sound und Video gehören. Unbedingt sehenswert ist folgender Link mit dem Demovideo: http://bit.ly/60OA6C

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Marc Grove
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Beitrag vom 1 Dezember 2009 13:39

Ypsala! Die legendären Urzeitkrebse kommen aufs iPhone.

Yps

Wer erinnert sich nicht an die YPS-Hefte mit ihren Gimmicks. Absolutes Highlight waren die Urzeitkrebse, die fast jeder mal in einem alten Einmachglas gezüchtet hat. Und die sind jetzt auf dem iPhone angekommen (i-Tunes-Link). »YPS Urzeitkrebse« heißt die App vom Egmont Ehapa Verlag, entwickelt von den Berliner Entwicklern lbxgames, die es für 2,99 Euro zu kaufen gibt. Bis zu drei Tiere lassen sich in einem Aquarium pflegen und hegen (»Wenn Du Dich nicht wirklich um sie kümmerst, dann langweilen sich die Krebse und werden traurig.«). Die Spieloberfläche erinnert ein wenig an die facebook-Spiele Happy Aquarium und FishVille. Insofern ist das Spiel als Spiel weder besonders originell, noch besonders schön, aber ordentlich.

Das richtig Schöne ist aber, dass hier ein Zeitschriftenklassiker mal eine gelungene App hinbekommt, die nicht nur Inhalte besser lesbar hinter eine Bezahlschranke steckt, sondern eine Kernkompetenz, in diesem Fall sozusagen die »Idee« Yps, neu interpretiert. Und die Urzeitkrebse sind keine Eintagsfliege. Laut dem Verlag sollen am 22. Dezember (Yps-»Fingerfalle«) und am 19. Januar 2010 (Yps-»Lügendetektor«) weitere Apps an den Start gehen. Ich finde diesen Weg der Wiederbelebung eines Klassikers großartig und drücke die Daumen!

Michael Völker
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Beitrag vom 30 November 2009 19:10

Command & Conquer geht online

Command & Conquer 1

Nun geht es doch flott voran und Battlefield Heroes war als Spiel, das sich ausschließlich durch den Verkauf virtueller Güter finanziert, wohl nur ein Testballon. Aus einem Interview, das Gamasutra unlängst mit dem Electronic-Arts-Mitarbeiter Jon Van Caneghem (Mights and Magic) führte, konnte man recht deutlich die Ankündigung von Command & Conquer Online herauslesen:

What you’re seeing with all the social gamers on Facebook… they are actually already playing strategy games whether they know it or not. Taking a franchise like Command and Conquer and expanding it to a wider audience is part of the strategy.

Dafür spricht auch, dass EA sein bald erscheinendes C&C 4 dahingehend umstricken wird. Einheiten sollen in Rollenspiel-Manier Erfahrung sammeln, verschiedene Spieler verschiedener Level mit ihren lieb gewonnenen Einheiten gemeinsam oder gegeneinander antreten können. Eine ideale Vorbereitung für den Schritt in die Welt der Micro-Payments. Interessant ist auch noch folgendes Zitat:

Direct-to-consumer is where I think most games are going, and I’ve always been a fan of the series [Command & Conquer]. The company has the same vision I do on the future of games and the future of this franchise, so I think it’s going be great.

Wenn man bedenkt, dass Command & Conquer mit acht Teilen, zehn Expansion-Packs (und der iPhone-Version) eines der ältesten, renommiertesten und erfolgreichsten Spiele aller Zeiten ist, unterstreicht das schon recht eindrucksvoll, wo EA einen wesentlichen Teil der Spielezukunft sieht (den inzwischen 12 Jahre alten ersten Teil der Serie kann man sich übrigens inzwischen kostenlos herunterladen). Für den Publisher bringt das ja auch einige Vorteile. Keine Zwischenhändler sind nötig (»direct-to-consumer«), alle Transaktionen finden zwischen Publisher und Konsumenten statt. Das bringt mehr Gewinn. Und natürlich ist der direkte Draht zum Spieler auf Kommunikations- und damit einer emotionalen Ebene sehr viel mehr gegeben. Ganz abgesehen davon kann ich the NEXT WEB nur zustimmen wenn sie behaupten:

If there’s any game that crosses generations and geek/non-geek borders, it’s Command & Conquer.

Michael Völker
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Beitrag vom 28 November 2009 10:49

Digitale Entwertung

iTunes Store

Die Medienindustrie hat momentan eine klare Aussage, was die Zukunft der Distributionswege ihrer Inhalte betrifft. Geht es nach den Plänen vieler großer Content-Lieferanten sollen im Lauf der nächsten zehn Jahren die physischen Datenträger komplett abgelöst werden, was vor allem die Film- und Spieleindustrie momentan massiv beschäftigt. Schon voll im Gange ist die Digitalisierung der Medien im Bereich Musik, auch wenn man sich hier mehr oder weniger unfreiwillig den neuen Konzepten von Apple und Co. hingeben musste und auch heute noch nicht besonders froh über die (angeblich viel zu günstige) Preisgestaltung eines digitalen Musikalbums ist, verglichen mit einer CD im Laden. Und auch der Verkauf von einzelnen Songs aus einem Album ist der Musikindustrie immer noch ein Dorn im Auge, für den Käufer aber ein überaus praktischer (und damals neuer) Mehrwert. Kaufe nur das, was du wirklich haben willst. »Kollateralkäufe« ausgeschlossen.

Bei Filmen und Spielen geht die Industrie einen anderen – man könnte sagen vorbereiteteren Weg – und setzt auf eine massiv vorangetriebene Umerziehung der Käufer. Denn anders wie bei Musikinhalten bekommt der Kunde beim Download von aktuellen Filmen und Spielen zunächst kaum Vorteile geboten, was übrigens auch oftmals im Verlagsumfeld der Fall ist, wenn das PDF der Printproduktion als »Online-Zeitung« zum Magazinpreis im Netz landet. Aber picken wir uns besser das Beispiel Filmindustrie heraus, da momentan ein Video on Demand-Dienst nach dem nächsten aus dem Boden gestampft wird. Videoload, Videobuster, iTunes, Netflix, Maxdome, T-Home oder die integrierten Spielfilm-Shops in einer PlayStation 3 oder Xbox 360 laden zum Leihen und Kaufen von Spielfilmen ein. (weiterlesen)

Marc Grove
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Beitrag vom 19 November 2009 11:39

Angriff auf Mafia Wars von Atari?

Champions Online

Nach dem großen Einstieg von Electronic Arts in die Welt der Social Games ist nun auch Atari mit einem Fuß in der Türe vertreten. Möglich macht’s eine Kooperation von Ataris Entwicklerstudio Cryptic Studios mit den auf facebook-apps spezialisierten Entwicklern von LOLapps (derzeit auf Rang 26 der Hitliste der größten Entwickler, also eher ein kleiner Fisch). Zwei erfolgversprechende Rezepte werden dabei angewandt.

Erstens ist das Spielchen der kleine Bruder eines großen Spiels, dem Anfang September diesen Jahres erschienenen MMO Champions Online. Das hatte mit seiner originellen Grundidee, nämlich mal nicht in der Welt von Orks und Zauberern, sondern in der von Superhelden zu agieren, durchaus Sympathien eingeheimst. Diesen Brand steuert also Atari bei, die dadurch für ihr großes Spiel werben können, dem facebook-Ableger aber gleichzeitig auch Starthilfe geben und Social-Games-Luft schnuppern können.

Zweitens wird ein klassisches Zynga-Prinzip angewandt: klone klug, was schon gut läuft. Und als passend hat man den »Klassiker« Mafia Wars von Zynga ausgewählt. Ein kluger Zug. Zynga hat die Entwicklung dort in letzter Zeit schleifen lassen und sich eher auf seine anderen Spiele konzentriert. Mafia Wars ist technisch nicht mehr ganz up to date, die Ladezeiten nerven und irgendwie wird es auch ein bisschen langweilig, wenn man nicht zur Hardcore-Fraktion gehört. Champions Online bei facebook kopiert nun sehr klug alle wesentlichen Elemente in seine Welt der Superhelden, ist dabei aber schneller, übersichtlicher, hübscher und funktioniert von Anfang an technisch tadellos – was in keinster Weise eine Selbstverständlichkeit ist. Sicher, man wird es schwer haben, weil die Vermarktungsinfrastruktur eher mager ist, aber mein erster Eindruck war durchaus positiv und so drücke ich diesem Projekt die Daumen.

Michael Völker
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Beitrag vom 9 November 2009 17:24

Deal perfekt: EA kauft Playfish für 400 Millionen

playfish

Gerade erst hat Electronic Arts (EA) die Entwickler von Maxis eine facebook-Version von Spore entwickeln lassen und damit den Grundstein für das Geschäft in der Welt der Social Games gelegt. Und nun ist offiziell, was schon lange gemunkelt wurde (ich hatte vor ein paar Wochen dazu gebloggt): EA kauft die aktuelle Nummer zwei (Nummer eins ist unangefochten Zynga) auf dem Markt der Social Games, den britischen Entwickler Playfish. Für eindrucksvolle 400 Millionen US-Dollar.

Playfish ist keine zwei Jahre alt und nicht nur auf facebook, sondern auch auf MySpace, Bebo und dem iPhone präsent. Das gibt in der Summe eine Reichweite von 150 Mio. Nutzern weltweit, gut 60 Mio. davon bei facebook. Damit steht EA auf einen Schlag ein gewaltiges Werbenetzwerk zur Verfügung. Das Problem bei neuen Spielen ist ja stets, sie bekannt zu machen, diese Bekanntmachung gelingt am besten über cross-promotion in existierenden Spielen mit vielen Nutzern. Davon hatte EA keine, ein gewaltiges Startproblem für Spore Islands. Das wird sich nun radikal ändern. Die Top-Spiele von Playfish, Pet Society (21 Mio. Nutzer) und Restaurant City (18 Mio. Nutzer) werden mit großer Sicherheit eingespannt werden, um für Spore Islands zu werben. Das liefert insbesondere eine Antwort auf die in letzter Zeit oft gestellte Frage, wer Zynga angreifen könnte. Seit heute steht mit EA ein Schwergewicht als Kombatant im Ring. Die nächsten Wochen dürften spannend werden. (weiterlesen)

Michael Völker
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Beitrag vom 6 November 2009 10:33

Civilization, Spore – das Recycling von Klassikern

Spore Islands

Gut zwei Wochen ist es erst her, dass Firaxis Games bzw. Sid Meier ankündigten, bald eine facebook-Version eines großen Klassikers der Spielegeschichte auf den Markt zu bringen: Civilization Network. Seitdem bemühen sich die Damen und Herren im Crowdsourcing und fragen nach Lieblingstechnologien und Screenshots, inwiefern das berücksichtigt werden wird bleibt abzuwarten. Seit heute gibt es nun ein zweites »Recycling«-Spiel bei facebook: Spore. Bzw. Spore Islands. (Hier geht’s zum Spiel, es läuft im Moment allerdings gar nicht mehr, völlig überlastete Server nehme ich an) Das ist zwar kein Klassiker vom Rang eines Civilization aber doch ein Spiel, dass aufgrund zahlreicher Innovationen (gerade auch im kreativen und kollaborativen Bereich) in Erinnerung geblieben ist.

Das Spiel selbst findet auf einer zweidimensionalen Karte statt, man erstellt eine Kreatur und stellt sich dem »survival of the fittest« Wettkampf. Ziel ist es, mit seiner Rasse so viele Inseln wie möglich zu dominieren. Und laut dem Senior Producer von Spore Islands, Caryl Shawn, werden die Entscheidungen von Freunden direkt die Spielerfahrung des Spielers beeinflussen, konnte ich noch nicht wirklich testen. Wer mehr lesen möchte, findet bei games.com einen ausführlichen Artikel zum Spiel. So weit so gut. Interessant finde ich das v.a. aus anderen Gründen.

Hier bietet sich offenbar eine Möglichkeit für die etablierten Publisher, bestehende Marken auf einer neuen Plattform zu vermarkten. Man denke dabei auch an die Umsetzungen von beispielsweise Doom oder Need for Speed Underground auf dem iPhone. Das könnte den Wettbewerbsnachteil wett machen, den im Falle von Spore dessen Publisher Electronic Arts (EA) gegenüber Marktführer Zynga hat. Mit seinen derzeit 62 Millionen aktiven Farmville-Spielern im Monat erreicht Zynga natürlich eine Masse von Menschen, mit der niemand ansatzweise mithalten kann. Neue Produkte werden ja immer durch cross-promotion, also über etablierte Spiele als Werbeträger, eingeführt. Sollte EA allerdings noch den Zynga-Konkurrenten Playfish kaufen, dürfte die Sache interessant werden. Abgesehen davon ist gut vorstellbar, dass neue »Vollpreisspiele« gewisser Genres in Zukunft grundsätzlich mit einer Light-Variante bei facebook aufwarten. Aus Vermarktungsgründen und um die einmal aufgebaute Marke möglichst vielfältig monetarisieren zu können. Denn natürlich ist auch Spore Islands kostenlos und wird sich über den Verkauf von Erfahrungspunkten und virtueller Güter finanzieren.

Michael Völker
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Beitrag vom 29 Oktober 2009 09:34

Augmented Reality jetzt auch im Banner

Die Fastfoog-Kette Burger King hat von der Agentur Crispin Porter + Bogusky einen recht innovativen Banner entwickelt bekommen. Es hat sich ja bei der Bannerwerbung allgemein abzuzeichnen begonnen (z.B. bei diesem, in Cannes preisgekrönten Exemplar), dass die potentielle Interaktion, die auf dem gemieteten Anzeigenplatz stattfinden kann, das zukünftig interessante sein wird. Bei diesem Medium Rectangle wird nun die Kamerafunktion des Rechners genutzt, um nicht nur zu interagieren, sondern den Nutzer direkt in die Anzeige einzubeziehen. Ausprobieren kann man das hier, funktionierte bei meinem Test auch mit einem zehn-Euro-Schein. Wer lieber ein Video sehen mag, voilà:

(via)

Michael Völker
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Beitrag vom 28 Oktober 2009 21:21

Virtual Goods Update

Eine aktuelle Umfrage hat einen ganz interessanten Sachverhalt zu Tage gebracht: virtuelle Güter werden von Spielern nicht nur ge- sondern auch verkauft. Und zwar – mich überrascht diese Zahl schon ein wenig – immerhin von 31% aller Spieler derartiger Spiele. Das ergab eine Umfrage von VG Market in Zusammenarbeit mit PlaySpan, einer Plattform für virtuelle Güter. Die ist ganz interessant, weil sie Plattform-übergreifend arbeitet, also nicht nur virtuelle Güter etwa für facebook-Spiele verkauft (das schon auch, etwa für Pet Society von Playfish), sondern auch für MMOs wie EVE online. Zwei Dinge sind hier interessant: erstens, dass virtuelle Güter zwischen Spielern und nicht nur zwischen Hersteller und Spieler und zweitens plattformübergreifend gehandelt werden. Eric Hartness, Marketing-Chef von PlaySpan überraschte das ebenfalls:

What surprised me is the number of people who are interested in selling virtual goods, and it’s across the breadth of game genres.

Die Möglichkeit, im, oder zumindest im Zusammenhang mit dem Spiel Geld zu verdienen, ist natürlich eine ziemlich motivierende Sache. Dazu nun schlussendlich noch die Grafik von PlaySpan, die die nach Genre aufschlüsselt:

PlaySpan: Sells by Genre

(via)

Michael Völker
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